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Das Titelbild zeigt eine praktische Methode zur Ermittlung von Eigenspannungen in Schweißnähten, die sogenannte Bohrlochmethode.

Hierbei wird eine hochdrehende Spindel (Druckluftturbine, >20tsd. U/min) mit einem Fräser in definierten Abständen dem Werkstück zugeführt.

Ein Fräser D= 2mm arbeitet sich in Schichten von 0.1mm stufenweise vor, z.B. in die Wärmeeinflusszone (WEZ) einer Schweißnaht. Mithilfe eines Rosetten Dehnungsmessstreifen (DMS) misst man die Relaxation des Bohrlochs.

Über Berechnungsverfahren lassen sich so Rückschlüsse auf die vorhanden Eigenspannung ziehen.

Wann braucht man sowas?

Zur Sicherstellung der Betriebssicherheit und zum Nachweis der Betriebsfestigkeit. Im schlimmsten Fall überlagern sich im Einsatz Eigen- und Betriebsspannungen, was zu einem vorzeitigem Ausfall des Bauteils führen kann.

Neben der Ermittlung zu QS Zwecken kann es bei Abweichungen von Theorie und Praxis, abweichender Fertigung und unwirtschaftlicher Überarbeitung sinnvoll sein, die vorhandenen Eigenspannungen zu ermitteln um die Komponente für den Anwendungszweck dennoch zu nutzen.